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Warum ich KEINEN SPORT mehr mache


erstellt am: 17.02.2018 | von: Debora
Kategorie(n): Abnehmen mit Low Carb, LOW CARB

Weißt du, welche Frage im am häufigsten gestellt bekomme?

Absoluter Spitzenreiter unter allen Fragen, die ich auf Instagram & Facebook bekomme ist: „Wie oft hast du trainiert?“ – übrigens dicht gefolgt von „Machst du Cardio oder Kraftsport?“. Die Option, dass ich auch ohne Training so stark abgenommen habe, kommt den Meisten gar nicht in den Sinn.

Und das ist auch absolut verständlich, denn Mantras wie „Wer schön sein will muss leiden!“ sind fest in unserer Gesellschaft verankert. Aber ich bin der Beweis, dass Sport nicht notwendig – oder sogar hinderlich – ist, wenn man abnehmen möchte. Und deshalb wird es Zeit für diesen Blogpost!


Warum ich keinen Sport mehr mache


#01 Ernährung 80%, Sport 20%

Vielleicht hast du es schon einmal gehört: 80% des Erfolges beim Abnehmen macht die Ernährung aus. Das bedeutet also, dass Sport allein (also in Kombination mit einer ungesunden bzw. nicht optimalen Ernährung) so gut wie keinen sichtbaren Erfolg hervorruft. Der Glaube „Wer viel Sport macht, kann essen was er möchte!“ stimmt leider nicht, denn wer Sport treibt hat auch einen erhöhten Nährstoffbedarf, der sich nicht mit Junk Food oder Ben & Jerrys decken lässt.

Das heißt, wenn du nicht die Zeit oder die Muße hast dich in gleich zwei komplexe Themen einzuarbeiten (oh ja – bei Sport kann man vieles falsch machen!), solltest du dich definitiv erst einmal darauf konzentrieren eine effektive Ernährung zu entwickeln, die auch zu dir passt. Denn wenn du dich dauerhaft disziplinieren musst, wirst du sehr wahrscheinlich wieder in alte Muster verfallen.

Wenn du einen Weg für dich gefunden hast und eine gewisse Routine entwickelt hast – das bedeutet, du kommst in den meisten Alltagssituationen problemlos mit deiner Ernährung zurecht und weißt, was du gut mitnehmen oder vorbereiten kannst – kannst du dir immer noch überlegen, ob du zusätzlich Sport treiben möchtest.

#02 Stress blockiert den Fettabbau

Wusstest du, dass bei Stress Hormone ausgeschüttet werden, die den Fettabbau stark beeinträchtigen? Gerade Chortisol sorgt dafür, dass du in der Ernährung vielleicht alles richtig machst, aber Waage & Maßband einfach still stehen.

Wenn du dann auch noch Sport treibst, verstärkst du diesen Effekt. Denn bei jedem Training werden der Muskulatur winzig-kleine Frakturen zugeführt, die dafür sorgen, dass der Muskel sich an die Belastung anpasst. Der Körper hat dann einen erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf, um die beschädigten Muskelfasern zu reparieren und zu stärken.

Wenn du aber schon sehr gestresst bist (und schlimmstenfalls gleichzeitig nicht genügend Nährstoffe als „Bausteine“ über die Ernährung aufnimmst), ist Training ein weiterer Stressfaktor, der deine Abnahme behindern kann, denn dein Körper hat nicht die Kapazitäten um sich wirkich zu regenerieren.

#03 effektives Training muss gelernt werden

Sport ist nicht gleich Sport! Um wirklich den Körper zu formen, den Energieumsatz zu erhöhen (durch mehr Muskelmasse – als Frau kann man übrigens nicht wie ein Bodybuilder aussehen, wenn man nicht zusätzlich mit illegalen Substanzen arbeitet) und auch Cellulite zu verbessern, hilft nur Krafttraining mit schweren Gewichten. Cardio-Training hingegen kann sogar zu Muskelabbau führen, das in der Regel die Ernährung auf das Ziel „abnehmen“ ausgerichtet ist (das Thema würde allerdings diesen Blogpost sprengen).

Krafttraining hat grundsätzlich eine Vielzahl positiver Effekte (eine verbesserte Körperhaltung, der Körper wirkt straffer, du kannst mehr essen, weil du einen höheren Energieumsatz hast…) ABER: Dafür muss man effektiv und technisch richtig trainieren. Diesen Zeitaufwand sollte man keinesfalls unterschätzen – wenn man aber Spaß daran hat und gleichzeitig seine Ernährung im Griff hat, ist Kraftsport definitiv eine gute Wahl! Du kannst dann quasi die 100% erreichen.

Warum rate ich trotzdem in den meisten Fällen davon ab? Ich habe selbst im ersten Jahr meiner Abnahme gar keinen Sport gemacht und dann 3 Jahre regelmäßig trainiert – und obwohl ich technisch wirklich gut geschult wurde und die Übungen korrekt ausgeführt habe, hat sich in dieser Zeit an Waage & Maßband wenig geändert. Der wirklich größte Effekt trat erst 2017 ein, als ich erst aufgrund einer Grippewelle und dann aufgrund von Zeitmangel (damals habe ich mit dem Aufbau von meinem Ernährungsprogramm eve begonnen) gar nicht mehr trainiert habe. Der Grund war unter anderem, dass ich bei der Ernährung nicht mehr die 80% erreiche, wenn ich gleichzeitig schweres Krafttraining betreibe.

Aber Krafttraining ist auch ein aufbauender („anaboler“) Prozess, während Fettabbau ein abbauender („kataboler“) Prozess ist. Betreibt man beides gleichzeitig, wird man die Ernährung niemals optimal auf beide Ziel anpassen können – und dann tritt man ggf. auf der Stelle, so wie ich damals. Meine Empfehlung ist also: Fokussiere dich erst auf die Ernährung, baue Körperfett ab und schütze dabei durch ausreichen Eiweiß & Fett deine bestehende Muskulatur (als „Fettberbrennungsmotoren“). Und wenn du nach der erfolgreichen Abnahme deinen Körper formen möchtest, beginnst du mit Krafttraining & erhöhst gleichzeitig entsprechend deine Nahrungszufuhr, um deine Muskulatur aufzubauen und straffe, weibliche Kurven zu erarbeiten.

mein Fazit: Werde ich wieder trainieren?

Aktuell: Nein. Ich fokussiere mich voll auf mein Startup und weiß, dass ich sowohl physisch als auch mental nicht genug Kapazitäten dafür habe. Allerdings vermisse ich Sport auch nicht – wäre das so, würde ich natürlich trainieren, weil es ein Ausgleich für mich wäre (=Stressabbau).

Werde ich in Zukunft trainieren? Kann gut sein! Aktuell habe ich ja täglich circa 2h Bewegung durch den Job bei der Zeitung und meinen Hund. Wenn das wegfällt kann es natürlich gut sein, dass mein Körper eine andere Betätigung braucht, um ausgeglichen zu sein.

Das bedeutet also – ich fange wieder an zu trainieren, wenn ich es aus gesundheitlichen Gründen brauche (z.B. wegen Rückenschmerzen, Bewegungsdrang…) oder, wenn ich etwas an meinem Körper formen möchte. Aktuell bin ich jedoch zufrieden und werde lediglich im März mit meinen ersten Teilnehmerinnen zusammen noch eine Runde eve starten, um die Überbleibsel aus der Weihnachtszeit wieder zu eliminieren. Was ich damit sagen möchte: Gestalte dir diesen Weg, wie er zu DIR passt, anstatt auf allgemeine, oft falsch Weisheiten zu hören.

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